Wieviel Lärm und Verkehrsbelastung müssen die Nordgemeinden noch ertragen?

Die SPD Meppen fordert zum wiederholten Mal eine bessere Beteiligung der Bürger sowie eine Anerkennung der guten Nachbarschaft seitens der Akteure in den Misch- und Gewerbegebieten!! Geht es jetzt richtig los im Fun-Park? Was passiert da eigentlich alles im angrenzenden Gewerbegebiet? Wird dieses ausgeweitet? Wenn ja, in welche Richtung? Wie sicher sind unsere Schulwege?

SPD-Mitglieder auf dem Sportplatz Hemsen

Der Lärm der ersten Testfahrten ist schon heute für die Anwohner im Neubaugebiet an der Heidlandstraße, in der Mühlenringsiedlung, In den Vogesen und Im Hünensand gerade am Wochenende unerträglich. Der Lärmschutz ist dabei völlig unzureichend. Seit 2007 bewegt sich mal mehr oder weniger etwas im und um den Fun-Park herum. Wer spricht denn heute noch von den mindestens 120 Vollarbeitsplätzen, die dort entstehen sollten? Es ist zu begrüßen, dass es weitergeht, nur müssen die Belange der Menschen in der Nachbarschaft gewahrt bleiben.

Jener Wall, welcher die Bewohner der Vogesen gegen Lärm aus dem nördlichen Gewerbegebiet schützen soll, ist immer noch lückenhaft und unvollendet. Hier sehen sich die Anwohner getäuscht und hingehalten. Als wären die bekannten Beeinträchtigungen nicht schon belastend genug, folgten in diesen Frühjahr die brachialen und in dem Ausmaß wahrscheinlich ungenehmigten Abholzungen entlang der gesamten Bahnstrecke über Borken und Meppen hinaus. Besonders die allnächtlich häufig fahrenden lauten Güterzüge lassen hier die Menschen der Nordgemeinden aus dem Schlaf schrecken.

Die Kreisstraße 239 wird mehr und mehr vom Schwerverkehr Tag und Nacht in Anspruch genommen. Als kürzeste Zufahrt aus südlicher und östlicher Richtung zu den Gewerbe- und Industriegebieten Am Rögelberg, Am Eurohafen, nach Haren-Wesuwe und auch weiter als Zubringer zur Autobahn 31 und umgekehrt. Diese Entwicklung erfüllt die Bewohner der Nordgemeinden mit großer Sorge, sind die K 239 und die K 247 zugleich die Haupt Zuwegungen  zur Kindertagesstätte, Schule, Kirche und Sportplätzen in Hemsen. Die Querungen dieser Kreisstraßen stellen dabei die größten Gefahren dar.

Durch die Abholzung bei der Tennisanlage ist das Überquerungshemmnis, was extra dafür angelegt war, praktisch nicht mehr vorhanden. Die gefährliche Überquerung der Kreisstraße 239, um auf dem kürzeren Weg zur Schule etc. zu gelangen ist nun wieder gang und gebe.

Zur Verschmutzung des Grundwassers vor ca. 40 Jahren ganz nahe des Wohngebietes östlich der Bundesstraße 70 mit Auswirkungen auf die tiefere Grundwasserfahne in Richtung Borken und weiter gibt es Langfristig gesehen erhebliche Zweifel am Krisenmanagement des Landkreises Emsland in Zusammenarbeit  mit der Bundeswehrverwaltung, früher in Hannover, heute in Bonn. Oberflächlich sichtbar wird dieser Schaden am Austrocknen des Emsseitenkanals und am Absinken des oberflächennahen Grundwassers durch die versuchte Reinigung des Grundwassers mittels Tiefbohrbrunnen. Hier muss weiter für Aufklärung und direkte Information gesorgt werden.

Die SPD Meppen schlägt auch in den Nordgemeinden einen regelmäßigen „runden Tisch“ der Vereine, Verbände und Vorstände vor, welcher für alle Bürger offen ist, um die aktuellen und besonders die prekären Angelegenheiten ortsnah parteiübergreifend zu besprechen und somit bürgernah drohenden Belastungen und Gefahren zu begegnen und dem Rat und der Verwaltung der Stadt Meppen verträgliche Lösungen vorzuschlagen.

Ganz wichtig ist der SPD Meppen dabei eine ständige Gesprächsbereitschaft aller Sportvereine, nicht nur der Stadt Meppen mit den Ortsteilen, sondern auch mit den Nachbarkommunen, um die jeweils demographischen Entwicklungen (zunehmend mehr ältere Sportler gegenüber weniger Nachwuchs) geordnet miteinander  zu besprechen und dann einvernehmlich zu regeln.